Unterstützung von Jugendlichen
Brückenangebote richten sich an Jugendliche, für die der Einstieg in eine berufliche Grundbildung aus sozialen oder schulischen Gründen noch nicht möglich ist oder die noch keine Lehrstelle gefunden haben. Neben der Aufarbeitung von schulischen, sprachlichen oder anderen Defiziten erfolgt eine Einführung in die berufliche Praxis. Die erlangte Qualifizierung erhöht die Chancen bei der Lehrstellensuche.
Mit Coaching- und Mentoring-Angeboten werden Jugendliche schon während der obligatorischen Schulzeit individuell auf dem Weg zu einer nachobligatorischen Ausbildung begleitet. Dabei geht es beispielsweise um die Förderung berufsrelevanter sowie sozialer Kompetenzen oder die Optimierung der Bewerbungsunterlagen. Die Projekte und Programme werden neben den Kantonen auch von privaten Organisationen getragen.
Im Zentrum des Case Management Berufsbildung stehen die Unterstützung der mehrfach gefährdeten Jugendlichen sowie die Effizienz- und Effektivitätssteigerung der eingesetzten Massnahmen. Das Case Management Berufsbildung ist ein strukturiertes Verfahren: Eine fallführende Stelle sorgt über institutionelle Grenzen hinweg für ein planmässiges und koordiniertes Vorgehen bei der Betreuung der Jugendlichen.
Die Massnahmen der Vermittlungsangebote greifen im vierten Quartal des letzten Schuljahres. Ziel ist es, das Matching zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Lehrstellenmarkt zu verbessern und dadurch die Zahl der offenen Lehrstellen sowie der Personen in Zwischenlösungen zu senken.
Während der beruflichen Grundbildung bietet die individuelle Begleitung Jugendlichen, deren Lernerfolg beeinträchtigt ist, eine umfassende Unterstützung. Lehrbetrieb, Berufsfachschule, überbetriebliche Kurse und soziales Umfeld werden einbezogen. Gesetzlichen Anspruch auf individuelle Begleitung haben Lernende der zweijährigen beruflichen Grundbildung. Aber auch Lernende von drei- und vierjährigen beruflichen Grundbildungen können die Angebote nutzen.