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MedienmitteilungVeröffentlicht am 26. Januar 2026

Nettozuwanderung und Zahl der Asylgesuche sind 2025 zurückgegangen

Bern-Wabern, 26.01.2026 — Sowohl die Zahl der Asylgesuche als auch die Zuwanderung in die Schweiz waren 2025 insgesamt rückläufig. Die ständige ausländische Wohnbevölkerung wuchs im vergangenen Jahr durch Zuwanderung noch um rund 75 000 Personen. Dies sind 10 Prozent weniger als 2024. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat 2025 insgesamt 25 781 neue Asylgesuche registriert und damit gut sieben Prozent weniger als 2024. Die Zahl der beim SEM pendenten Asylgesuche hat im Laufe des vergangenen Jahres um rund 2600 abgenommen. Für das Jahr 2026 rechnet das SEM mit einer weiteren leichten Abnahme der Asylgesuche. Auch die Zahl der Schutzgesuche von Schutzsuchenden aus der Ukraine hat 2025 um gut 22 Prozent abgenommen.

Der rückläufige Wanderungssaldo ist insbesondere auf eine stärkere Abwanderung aus der Schweiz zurückzuführen. Im letzten Jahr haben rund 83 000 Personen aus der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung die Schweiz verlassen, was einer Zunahme von rund 5 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Gleichzeitig sind rund 165 000 Personen in die ständige ausländische Wohnbevölkerung zugewandert. Dies sind rund 3 Prozent weniger als 2024. Die Nettozuwanderung in die ständige ausländische Wohnbevölkerung ist somit zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen und betrug noch rund 75 000 Personen. Dieser Rückgang betrifft sowohl die Nettozuwanderung von EU/EFTA-Staatsangehörigen (-5 Prozent) als auch von Drittstaatsangehörigen (-20 Prozent).

Auch 2025 war die Erwerbstätigkeit der wichtigste Grund für die Zuwanderung von EU/EFTA-Angehörigen. Der Anteil der Personen, die zum Arbeiten zugewandert sind, liegt in dieser Gruppe bei rund 70 Prozent. Die Erwerbsquote liegt bei dieser Personengruppe bei mehr als 85 Prozent. Ende 2025 lebten insgesamt rund 2 414 000 Ausländerinnen und Ausländer dauerhaft in der Schweiz. Bei diesen Angaben handelt es sich um provisorische Ergebnisse. Die definitive Ausländerstatistik wird Ende Februar veröffentlicht.

Zahl der Asylgesuche ist 2025 weiter zurückgegangen

Gemäss einer noch provisorischen Auswertung wurden 2025 insgesamt 25 781 neue Asylgesuche gestellt. Dies sind 1959 oder 7,1 Prozent weniger als 2024. In 4820 Fällen handelte es sich um Sekundärgesuche – also Geburten, Familiennachzüge oder Mehrfachgesuche. Am häufigsten stellten Staatsangehörige aus Afghanistan, Eritrea und der Türkei ein Asylgesuch. Das SEM konnte 2025 die Zahl der pendenten Asylgesuche trotz der weiterhin hohen Zahl neuer Asylgesuche von rund 12 000 um rund 22 Prozent auf rund 9400 reduzieren. Für 2026 rechnet das SEM im wahrscheinlichsten Szenario mit 25 000 neuen Asylgesuchen und damit einer etwas tieferen Zahl als 2025. Ein zentraler Faktor für die Entwicklung ist die Lage in der Türkei und die Situation auf der Migrationsroute im zentralen Mittelmeer.

Die Zahl der Gesuche um Schutzstatus S lag 2025 bei 12 897 und damit 3719 oder 22,4 Prozent tiefer als 2024. Für 2026 rechnet das SEM mit 12 000 neuen Gesuchen. Die Quote der Personen mit Status S, die erwerbstätig sind, ist weiter gestiegen. Bei denjenigen Personen, die sich seit mehr als 3 Jahren in der Schweiz aufhalten, liegt sie aktuell bei rund 46 Prozent.

Zahl der freiwilligen Ausreisen ist gestiegen

2025 sind gemäss einer provisorischen Auswertung 2548 Personen, welche die Schweiz verlassen mussten, selbständig in ihren Herkunfts- oder einen Drittstaat ausgereist. Dies sind 81 Personen oder 3,3 Prozent mehr als 2024. Insgesamt 2400 Personen wurden zwangsweise in ihren Herkunfts- oder einen Drittstaat zurückgeführt – dies sind 153 Personen oder 6,8 Prozent mehr als 2024. Die Schweiz überstellt dank dem Dublin-System nach wie vor deutlich mehr Personen ins Ausland als sie von anderen Dublin-Staaten übernehmen muss. Hingegen ist die Zahl der kontrollierten Ausreisen in einen Dublin-Staat gegenüber 2024 um 379 Personen oder 15,2 Prozent auf 2112 Personen gesunken. Im Vorjahr wurden zudem 46 Sonderflüge durchgeführt (2024: 53).