Schweizweite Bekämpfung der Moderhinke: deutliche Fortschritte im zweiten Programmjahr
Bern, 05.05.2026 — Im Rahmen der schweizweiten Bekämpfung der Moderhinke wurden vom 1. Oktober 2025 bis zum 31. März 2026 12'224 Schafbetriebe in der ganzen Schweiz kontrolliert. Die Auswertungen zeigen, dass der Anteil der von Moderhinke betroffenen Betriebe weiter sinkt und in der zweiten Untersuchungsperiode bei 9 Prozent liegt. In der ersten Untersuchungsperiode waren noch 22 Prozent betroffen. Das BLV führt das Programm gemeinsam mit den kantonalen Veterinärdiensten fort, mit dem Ziel, den Anteil positiver Betriebe innert fünf Jahren auf unter ein Prozent zu senken und die Schafhaltenden bei der Bekämpfung der Krankheit zu unterstützen.
Seit Oktober 2024 wird die Moderhinke, eine schmerzhafte und ansteckende Klauenkrankheit bei Schafen, schweizweit koordiniert bekämpft. Nach Abschluss der ersten Untersuchungsperiode Ende März 2025 standen die Sanierung der betroffenen Betriebe sowie der Schutz aller Herden vor Infektionen im Fokus. Die zweite Untersuchungsperiode begann im Herbst 2025.
Für eine nachhaltige Senkung der Anzahl von Moderhinke betroffener Betriebe ist die konsequente Umsetzung verschiedener Massnahmen entscheidend. Diese beruhen auf drei Säulen: fachgerechter Klauenschnitt und sorgfältige Klauenbäder in betroffenen Schafhaltungen sowie konsequente Einhaltung von Biosicherheitsmassnahmen in allen Herden.
Deutliche Fortschritte bei der Bekämpfung der Moderhinke
Mit Abschluss der zweiten Untersuchungsperiode lassen sich wesentliche Fortschritte bei der Bekämpfung der Moderhinke erkennen. Der Anteil der von Moderhinke betroffenen Betriebe liegt 9 Prozent und ist damit im Vergleich zur ersten Untersuchungsperiode mit 22 Prozent deutlich zurückgegangen; die ursprünglich kommunizierte Anfangsrate von 21 Prozent wurde aufgrund einer methodischen Präzisierung nachträglich angepasst.
«Die Ergebnisse zeigen, dass der eingeschlagene Weg stimmt. Entscheidend ist nun, die Massnahmen weiterhin konsequent umzusetzen und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen fortzuführen», sagt Laurent Monnerat, Direktor des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.
Moderhinke geht weiter zurück - Engagement bleibt zentral
Die zweite Untersuchungsperiode zeigt deutlich: Die schweizweite Bekämpfung der Moderhinke trägt Früchte. Der erzielte Fortschritt ist in erster Linie dem grossen Engagement der Tierhaltenden sowie der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken. Dazu zählen die kantonalen Veterinärdienste, die Tierärztinnen und Tierärzte, die Labore sowie der Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK) und die Moderhinkeberaterinnen und -berater, die das Programm fachlich und operativ umsetzen. Die positive Entwicklung bestätigt die gewählte Strategie sowie die Wirksamkeit der Massnahmen und zeigt, dass der eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt werden sollte.
Die dritte Untersuchungsperiode dauert vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. März 2027. Jeder zusätzlich sanierte Betrieb bringt die Schweiz einem dauerhaft gesunden Schafbestand einen Schritt näher und stärkt das Tierwohl der Schafe im ganzen Land.