WEKO: Künstliche Intelligenz und das Jahr 2025
Bern, 31.03.2026 — Der wirksame Schutz des Wettbewerbs erfordert das beständige Beobachten der Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Bestehen Anzeichen für Behinderungsstrategien marktbeherrschender Unternehmen oder für algorithmische Absprachen, wird die WEKO diese Fälle aufgreifen.
KI kann Effizienzgewinne ermöglichen, Innovation beschleunigen und Markteintrittsbarrieren senken. Diese Effekte sind abhängig von Marktstrukturen, Zugang zu zentralen Ressourcen und dem Verhalten marktmächtiger Akteure. In den Branchen, die KI anwenden, bestehen Konzentrationsrisiken. Zudem kann die algorithmische Preissetzung dazu führen, dass sich Preise angleichen und der Wettbewerb behindert wird. Die WEKO beobachtet die Entwicklungen vorausschauend und umsichtig. Zu frühe oder zu starke Eingriffe könnten Innovationspotenziale beeinträchtigen, ein zu spätes Handeln hingegen wettbewerbsschädliche Strukturen verfestigen.
Die WEKO und ihr Sekretariat führten im Jahre 2025 18 Untersuchungen, 8 Vorabklärungen sowie 43 Marktbeobachtungen durch. Sie behandelten 34 Unternehmenszusammenschlüsse und verfassten Stellungnahmen in rund 350 Ämterkonsultationen und Vernehmlassungsverfahren. Die acht grossen abgeschlossenen Verfahren der WEKO, die sieben Untersuchungen und die eine vertiefte Fusionsprüfung, betrafen das Ticketing, die Breitbandvernetzung von Unternehmen, die Reisebranche, den Baubereich und den Detailhandel, die Kartengebühren, den Automobilbereich und das Gesundheitswesen. Die WEKO untersagte und sanktionierte drei Verhaltensweisen, genehmigte den Zusammenschluss zwischen Hotelplan und DERTOUR, stellte zwei Untersuchungen ein und regelte ein Verfahren ohne Bussen einvernehmlich.