Milano/Cortina 2026: Rekordanteil auch bei den Sportsoldatinnen und Sportsoldaten
Bern, 29.01.2026 — 94 der 175 Schweizer Athletinnen und Athleten an den Olympischen Winterspielen in Milano/Cortina sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten und werden von der Spitzensportförderung der Armee für Trainings und Wettkämpfe unterstützt. Damit erreicht die Spitzensportförderung der Armee einen neuen Höchstwert.
175 Athletinnen und Athleten hat Swiss Olympic für die Olympischen Winterspielen in Milano/Cortina selektioniert, die vom 6. bis 22. Februar 2026 stattfinden. Der bisher grösste Schweizer Winterdelegation gehören 32 Sportsoldatinnen und 62 Sportsoldaten an. Sportsoldatinnen und Sportsoldaten absolvieren jährlich bis zu 130 WK-Diensttage, welche mit Sold und Erwerbsersatz entschädigt werden.
In allen 14 Sportarten vertreten
Die breite Förderung der Armee widerspiegelt sich auch in den Sportarten. In allen 14 Sportarten, an denen Schweizer Athletinnen und Athleten teilnehmen werden, sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten im Aufgebot. Debora Annen, Tim Annen, Omar Vögele, (alle Bob), Noe Näff (Langlauf) und Vinzenz Buff (Skeleton) schlossen ihre Spitzensport-Rekrutenschule erst im vergangenen August ab. Die RS unmittelbar vor sich haben Jonas Hasler und Sue Piller. Sie werden Mitte April in Magglingen einrücken und zählen noch nicht zum Bestand.
Steigerung von 12 auf 32 Sportsoldatinnen in acht Jahren
An den letzten Olympischen Winterspielen 2022 in Peking bestand das Schweizer Olympia-Team aus 167 Athletinnen und Athleten, davon waren 85 Sportsoldaten (50.9%). In Milano/Cortina sind es mit den 94 Personen (53.7%) nochmals mehr. Noch eindrücklicher ist die Steigerung der Anzahl Sportsoldatinnen in den letzten acht Jahren: Gehörten 2018 der Schweizer Equipe in Südkorea 12 Sportsoldatinnen an (16.7% der Olympia-Armeeangehörigen), so sind es nun acht Jahre später in Milano/Cortina 32 Frauen (34% der Olympia-Armeeangehörigen).
Sieben von neun Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei
Für Milano/Cortina qualifizierten sich 7 der 9 aktuellen Winter-Zeitmilitärspitzensportlerinnen- und Spitzensportler, die während des ganzen Olympia-Zyklus bei der Schweizer Armee zu 50% angestellt sind: Amy Baserga (Biathlon), Livio Wenger (Eisschnelllauf), Melanie Hasler (Bob), Nadja Kälin (Langlauf), Natalie Maag (Rodeln), Sina Siegenthaler (Snowboard Cross) und Talina Gantenbein (Ski Cross) haben alle intakten Chancen, Karriere-Best-Resultate zu erzielen.
Mit Corinne Suter (Ski Alpin, Abfahrt), Alex Fiva (Skicross), Marco Odermatt (Ski Alpin, Riesenslalom), Ryan Regez (Ski Cross) und Jan Scherrer (Snowboard Halfpipe) stehen auch wieder eine Sportsoldatin und vier Sportsoldaten im Aufgebot, die vor vier Jahren eine Medaille gewonnen haben.
75% der Medaillen und über 70'000 Diensttage im 2025
Die Bedeutung der Spitzensportförderung der Armee für den Schweizer Spitzensport zeigt sich auch rückblickend. 2025 gewannen Schweizer Sportsoldatinnen und Sportsoldaten über 100 Medaillen an Welt- und Europameisterschaften und waren damit an 75% aller Schweizer Medaillen beteiligt. An den internationalen Militärwettkämpfen (CISM) erreichten sie eine Rekordanzahl von 39 Medaillen. Die Anzahl Diensttage lag bei über 70'000, was ebenfalls einem Rekordwert entspricht. Mehr zu den Zahlen der Spitzensportförderung der Armee gibt es im Jahresbericht 2025 des Kompetenzzentrum Sport der Armee.
Spitzensportförderung der Armee: Vergleich PyeongChang 2018 / Peking 2022 und Milano/Cortina 2026
PyeongChang 2018:
- 72 von 171 (42.1%) Athletinnen und Athleten militarisiert
- Davon 12 Frauen, 16.7%
- 9 von 10 Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlern
Peking 2022:
- 85 von 167 (50.6%) Athletinnen und Athleten militarisiert
- Davon 23 Frauen, 27.1%
- 8 von 9 Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei
Milano/Cortina 2026:
- 94 von 175 (53.7%) Athletinnen und Athleten militarisiert
- Davon 32 Frauen, 34%
- 7 von 9 Winter-Zeitmilitär-Spitzensportlern dabei