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MedienmitteilungVeröffentlicht am 1. April 2026

Die Schweiz aus Sicht des Auslands 2025: Sehr gute Reputation bei der Bevölkerung, Umgang mit US-Zöllen im Medienfokus

Bern, 01.04.2026 — Bern, 01.04.2026 – Wie die Schweiz unerwartete Herausforderungen anpackte, prägte 2025 ihre Wahrnehmung in den ausländischen Medien. Das grösste Echo lösten die Reaktionen auf die US-Zölle aus. In der Bevölkerung im Ausland war das Image der Schweiz sehr gut. Über diese Resultate der Jahresanalyse über die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland im Jahr 2025 wurde der Bundesrat an seiner Sitzung vom 1. April 2026 informiert.

Kein anderes Thema prägte die internationale Berichterstattung über die Schweiz 2025 so stark wie die aussergewöhnlich hohen US-Zölle auf Schweizer Ausfuhren. Die ausländischen Medien hoben die wirtschaftliche Exponiertheit der Schweiz hervor und berichteten regelmässig über die Verhandlungen mit den USA. Weltweit auf Medienresonanz stiess auch der Bergsturz von Blatten. Zahlreiche Berichte stellten das Ereignis in den Kontext des Klimawandels und rückten die Betroffenheit der Schweiz und ihr Umgang mit den Folgen ins Blickfeld. In Bezug auf den Finanzplatz stand die geplante Verschärfung der Bankenregulierung als Folge der Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS im Zentrum des Medieninteresses. Positive Akzente setzte die Schweiz als Gastgeberin des Eurovision Song Contest (ESC) in Basel und der UEFA Women’s EURO 2025. Die beiden internationalen Grossanlässe stärkten ihre Wahrnehmung als weltoffenes, gut organisiertes und gastfreundliches Land.

In der ausländischen Bevölkerung war die Reputation der Schweiz 2025 erneut ausgezeichnet. Der fünfte Gesamtrang unter 50 verglichenen Ländern im Anholt Nation Brands Index 2025 zeigt, dass die Schweiz weltweit zu den am besten bewerteten Ländern zählt. Spitzenplätze belegte sie in der Bevölkerungsbefragung bei den Themen Regierungskompetenz. Auch die Schweizer Standort- und Lebensqualität wurde als exzellent beurteilt. Die schweizerischen Produkte, ihre Innovationskraft sowie ihre als sympathisch wahrgenommene Bevölkerung trugen ebenfalls zum positiven Bild der Schweiz bei. Zu beachten ist, dass die Erhebung 2025 durchgeführt wurde. Mögliche Auswirkungen der Brandkatastrophe von Crans-Montana auf die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland sind darin noch nicht enthalten.

Die Analyse von Präsenz Schweiz stützt sich auf ein systematisches Monitoring der Berichterstattung ausländischer Leitmedien über die Schweiz sowie auf internationale Bevölkerungsumfragen zur Wahrnehmung des Landes. Die Ergebnisse dienen dazu, Chancen und Risiken für das Image der Schweiz zu erkennen und die Landeskommunikation entsprechend auszurichten. Präsenz Schweiz ist Teil des EDA und für die Umsetzung der Strategie Landeskommunikation des Bundesrats zuständig. Grundlage für die Landeskommunikation ist das Bundesgesetz über die Pflege des schweizerischen Erscheinungsbilds im Ausland.