Konsolidierte Rechnung 2025: Positives Ergebnis in der Gesamtsicht
Bern, 23.04.2026 — Die Konsolidierte Rechnung Bund (KRB) zeigt die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Bundes inklusive der Unternehmen und der Sozialversicherungen des Bundes. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 22. April 2026 den Bericht zur KRB für das Jahr 2025 genehmigt. Sie schliesst mit einem Überschuss von 9,5 Milliarden Franken ab. Dieses positive Jahresergebnis ist vor allem auf die Segmente Sozialversicherungen und Bundesverwaltung zurückzuführen. Es hat keinen Einfluss auf die finanziellen Herausforderungen des Bundes in den nächsten Jahren.
Im Unterschied zur Bundesrechnung, die vom Parlament genehmigt wird und die sich auf das Stammhaus Bund beschränkt, berücksichtigt die Konsolidierte Rechnung zusätzlich die Resultate der bundesnahen Unternehmen sowie der Sozialversicherungen. Die Rechnungen sind daher nicht vergleichbar. Zur Beurteilung der finanziellen Lage des Bundeshaushalts ist die Bundesrechnung relevant, die 2025 dank einem Sondereffekt mit einem Finanzierungsüberschuss von 259 Millionen Franken abgeschlossen hat und die bereits am 23. März 2026 publiziert wurde.
Die Konsolidierte Rechnung Bund 2025 schliesst mit einem positiven Ergebnis der Erfolgsrechnung von 9,5 Milliarden Franken ab. Im Vorjahr resultierte ein Überschuss von 11,3 Milliarden Franken. Der Rückgang um 1,8 Milliarden Franken ist vorwiegend auf das tiefere Umlageergebnis der Sozialversicherungen zurückzuführen. Der Überschuss wirkt sich nicht auf die finanzpolitische Situation des Bundes in den kommenden Jahren aus. Relevant dafür ist die Finanzplanung des Bundeshaushalts in der Finanzierungssicht.
Zahlen im Überblick

Das Segment Bundesverwaltung (inkl. Fonds und dezentrale Verwaltungseinheiten) schloss mit einem Überschuss von 3,6 Milliarden Franken ab. Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf höhere Einnahmen aus der direkten Bundessteuer (+2,3 Mrd.) zurückzuführen, davon entfiel ein Teil auf temporäre Mehreinnahmen aus dem Kanton Genf (1,5 Mrd.). Die nichtfiskalischen Einnahmen stiegen um 1,4 Milliarden. Dazu trug hauptsächlich die Gewinnausschüttung der SNB bei (1 Mrd.), die in den beiden Vorjahren ausgefallen war. Gleichzeitig erhöhten sich die Transferausgaben an Sozialversicherungen, Kantone und Dritte um insgesamt 2,2 Milliarden.
Die Bundesunternehmen erwirtschafteten ein positives Ergebnis von 1,7 Milliarden Franken. Einen positiven Beitrag leisteten insbesondere die Swisscom (1,3 Mrd.) und die Post (0,3 Mrd.). Auch die übrigen Bundesunternehmen erzielten mehrheitlich ein positives oder ausgeglichenes Ergebnis.
Die Sozialversicherungen schlossen das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 4,3 Milliarden Franken ab. Das kumulierte Umlageergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 1,5 Milliarden. Dies insbesondere, weil die Ausgaben für Leistungen an Versicherte sowohl bei der AHV als auch bei der ALV deutlich angestiegen sind. Das Anlageergebnis leistete mit 2,7 Milliarden einen ähnlich hohen Beitrag zum Ergebnis wie im Vorjahr (2024: 3,0 Mrd.).
Der Bund tätigte 2025 im Zusammenhang mit seiner Aufgabenerfüllung Investitionen von rund 13 Milliarden Franken. Die Investitionen flossen unter anderem in die Verkehrsinfrastruktur (Strasse: 2,1 Mrd., Bahn: 2,8 Mrd.), Mobilien und übrige Sachanlagen (1,9 Mrd.) sowie in die Telekommunikationsinfrastruktur (1,9 Mrd.). Aber auch in Grundstücke und Gebäude (1,7 Mrd.), Rüstungsmaterial (1,4 Mrd.) sowie in Software (1,4 Mrd.) wurden erhebliche Mittel investiert.
Konsolidierte Rechnung und Bundesrechnung

Für die Konsolidierte Rechnung wird der Bund wie ein Konzern betrachtet, also mitsamt seinen Fonds, dezentralen Verwaltungseinheiten, Unternehmen und Sozialversicherungen. Die Konsolidierte Rechnung ermöglicht einen umfassenden Gesamtblick auf die finanzielle Lage des Bundes und gibt die betriebswirtschaftliche Erfolgssicht wieder, d.h. sie unterliegt einer periodengerechten Verbuchung.
Die Bundesrechnung umfasst die zentrale Bundesverwaltung. Sie wird auf zwei Arten dargestellt: in der Erfolgssicht und in der Finanzierungssicht. Die Finanzierungssicht ist zentral für die politische Steuerung des Bundes gemäss Schuldenbremse. Sie zeigt alle Ausgaben (inkl. Investitionen), welche einen direkten Einfluss auf die Nettoschulden des Bundes haben. Der Finanzierungsüberschuss 2025 belief sich auf 259 Millionen Franken und wurde am 18. Februar provisorisch und am 23. März 2026 detailliert publiziert.