Bundesrat erteilt Infrastrukturkonzession für Metrolinie m3 in Lausanne
Bern, 19.06.2026 — An seiner Sitzung vom 19. Juni 2026 hat der Bundesrat die Infrastrukturkonzession für die Realisierung und den Betrieb der zusätzlichen Metrolinie m3 in Lausanne erteilt. Mit der geplanten Linie, die den Bahnhofsplatz mit dem Quartier Blécherette verbinden wird, soll auf die Verdichtung des nordwestlichen Teils der Stadt reagiert und die wachsende Zahl der Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln aufgefangen werden.
Die Metrolinie m3 wird durchgehend unterirdisch geführt, doppelspurig angelegt und vollautomatisch betrieben. Auf einer Länge von etwa 3,5 Kilometern bedient sie sechs Stationen zwischen dem Bahnhof und dem nordwestlichen Teil der Stadt. Die neue Metro ist Teil des vom Kanton Waadt im Agglomerationsprogramm Lausanne–Morges (PALM) vorgesehenen Ausbaus der «Axes forts de transports publics urbains» (leistungsfähige städtische öV-Achsen).
Der Bund beteiligt sich im Rahmen des Programms Agglomerationsverkehr mit 144 Millionen Franken (ohne Teuerung und MWST) an der Finanzierung der m3. Die restlichen Kosten für den Bau dieser neuen Infrastruktur – rund 1,3 Milliarden Franken – werden hauptsächlich vom Kanton Waadt getragen.