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MedienmitteilungVeröffentlicht am 14. September 2026

Das internationale Genf passt sich an den strukturellen Wandel an, stärkt die Koordination und gewinnt an Effizienz

Bern, 14.09.2026 — Das internationale Genf beweist seine Widerstandsfähigkeit gegenüber geopolitischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf den Multilateralismus. Das dringliche Massnahmenpaket, das der Bund sowie der Kanton und die Stadt Genf 2025 beschlossen haben, trägt Früchte: Keine internationale Organisation hat die Schweiz verlassen, und zwei neue Institutionen haben sich in den letzten Monaten in Genf niedergelassen. Im internationalen Sektor sind zwar Arbeitsplätze verloren gegangen, doch fällt der Verlust geringer aus als befürchtet. Die Gaststaatbehörden verstärken ihre Zusammenarbeit, um diese Dynamik zu konsolidieren.

Bundesrat Ignazio Cassis, Staatsrätin Nathalie Fontanet und Stadtpräsidentin Christina Kitsos haben heute in Genf Bilanz über die Entwicklung des internationalen Genf gezogen. Sie besprachen die Massnahmen zur Anpassung an das neue internationale Umfeld, das für viele internationale Organisationen durch Budgetkürzungen geprägt ist. Beim Austausch wurde die Widerstandsfähigkeit des Standorts Genf bestätigt und die Notwendigkeit unterstrichen, die Anstrengungen weiterzuführen und die Koordination zwischen Bund, Kanton und Stadt zu verbessern.

Gezielte Massnahmen, die Früchte tragen

Die positive Entwicklung ist insbesondere auf die gezielten Massnahmen des Bundesrates vom Juni 2025 zurückzuführen. Diese zielen auf eine bessere Nutzung der den internationalen Organisationen bereitgestellten Ressourcen und auf eine Modernisierung ihrer Infrastruktur, vor allem im digitalen Bereich, ab.

Das Engagement erfolgt in enger Abstimmung mit dem Kanton und der Stadt Genf. Die Genfer Behörden haben gemeinsam mit der Hans-Wilsdorf-Stiftung die Fondation pour l’adaptation de la Genève internationale (FAGI) gegründet. Die FAGI unterstützt Projekte, die den digitalen Wandel vorantreiben und die gemeinsame Nutzung verschiedener Dienstleistungen der in der Schweiz ansässigen internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen fördern.

Mehrere Indikatoren zeigen, dass die Massnahmen wirken. So steigt namentlich die Zahl der in Genf vertretenen Staaten weiter an: Heute sind es 185, also 6 mehr als 2023. Gleichzeitig liegt der zwar reale Stellenabbau im internationalen Sektor derzeit bei 9,1 Prozent.

Weiterführung der Anstrengungen vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewerbs

Die ermutigenden Ergebnisse dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass weitere Herausforderungen zu bewältigen sind. Der internationale Standortwettbewerb verschärft sich, da immer mehr Staaten die politischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Vorteile erkennen, die die Ansiedlung internationaler Organisationen mit sich bringt. Gleichzeitig dürfte der finanzielle Druck auf die multilaterale Zusammenarbeit bestehen bleiben.

Um diese Entwicklungen zu antizipieren und die Position Genfs dauerhaft zu konsolidieren, sind Bundesrat Ignazio Cassis, Staatsrätin Nathalie Fontanet und Stadtpräsidentin Christina Kitsos übereingekommen, die Koordination zwischen den Gaststaatbehörden weiter zu verstärken. Bei der Bewältigung der wichtigsten Herausforderungen, etwa der Modernisierung der digitalen Infrastruktur, wird ein Lenkungsausschuss eine strategische Rolle übernehmen.

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