Zum Hauptinhalt springen

MedienmitteilungVeröffentlicht am 15. Februar 2026

Münchner Sicherheitskonferenz: Beat Jans trifft die Innenminister Deutschlands und Österreichs

Bern, 15.02.2026 — Bundesrat Beat Jans hat an der 62. Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen. Sie fand vom 13. bis am 15. Februar 2026 statt. Um der vielfältigen Bedrohungslage zu begegnen und die Schweiz zu schützen, ist eine enge internationale Zusammenarbeit zentral. In bilateralen Treffen mit den Innenministern Deutschlands und Österreichs sowie der Europol-Direktorin standen daher aktuelle Herausforderungen wie grenzüberschreitende Kriminalität, die Stärkung der Zusammenarbeit und Handlungsfelder gegen die organisierte Kriminalität im Vordergrund.

Die Rückkehr der Machtpolitik, hybride Kriegsführung oder transnationale kriminelle Netzwerke bedrohen auch die Innere Sicherheit der Schweiz. Um der vielfältigen Bedrohungslage zu begegnen und die Schweiz zu schützen, verfolgt der Bundesrat den Ansatz der umfassenden Sicherheit. Diese ganzheitliche Ausrichtung der Sicherheitspolitik umfasst zivile und militärische Mittel sowie Akteure von Bund und Kantonen.

Deswegen wurde Bundesrat Beat Jans von fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés und Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi, Präsidentin der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) begleitet. Zentrale Botschaft von Bundesrat Beat Jans war: «Die enge Zusammenarbeit mit unseren Nachbarstaaten und sowie allen Schengen-Ländern ist zentral für die Sicherheit der Schweiz. Diese Sicherheitsgarantie gilt es zu erhalten und zu stärken».

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus der Gespräche

Mit dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt definierte Bundesrat Beat Jans die nächsten Schritte zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich. Sie tauschten sich zudem über die Bekämpfung der organisierten Kriminalität aus. Auch mit dem österreichischen Innenminister Gerhard Karner wurden die Handlungsfelder der neuen Strategie zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität vertieft. Mit der Direktorin von Europol, Catherine De Bolle, wurde eine engere Zusammenarbeit in Bezug auf den Datenaustausch diskutiert.

Bundesrat Beat Jans traf sich weiter mit Volker Türk, dem UNO-Hochkommissar für Menschenrechte. Beat Jans ist überzeugt, dass der Schutz der Menschenrechte ein wesentlicher Sicherheitsfaktor darstellt. «Das Engagement für den Schutz der Menschenrechte trägt zur Sicherheit bei. Die Meinungsäusserungsfreiheit oder freie Wahlen setzen den Mächtigen Grenzen und erhöhen die Rechenschaftspflicht und Transparenz», erklärte Beat Jans.

Innere Sicherheit zusammen mit den Kantonen

Für die Kantone sei die Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz eine einmalige Chance, sagte Karin-Kayser-Frutschi: «Internationale Konferenzen sind kein elitärer Austausch unter Diplomaten. Sie sind ein Frühwarnsystem und eine Lernplattform für die Kantone und Gemeinden. Im Ernstfall tragen sie eine wichtige Verantwortung.»

Schweizer Polizisten sichern den Veranstaltungsort

Die Münchner Sicherheitskonferenz zeigt beispielhaft die enge Kooperation über Landesgrenzen hinweg in der polizeilichen Zusammenarbeit. Das bilaterale Polizeiabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland ermöglicht bei Bedarf die Entsendung von Polizeikräften zur Hilfeleistung der ersuchenden Nation. Für die Sicherheitskonferenz in München haben die Kantonspolizeien im Rahmen der nationalen Koordination der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten der Schweiz (KKPKS) auf Anfrage des Bayerischen Staatsministeriums des Innern mehr als hundert Kantonspolizistinnen und -polizisten zur Unterstützung von Sicherungseinsätzen rund um den Veranstaltungsort nach München entsandt.