Vergabe des Mandats für Betreuungsdienstleistungen in Bundesasylzentren
Bern-Wabern, 10.09.2026 — Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat den Auftrag für die Betreuungsdienstleistungen in seinen Bundesasylzentren per 1. Januar 2027 vergeben. Das Mandat umfasst die Bereiche Betreuung, medizinische Versorgung sowie Grundleistungen wie Verpflegung, Bekleidung und Bereitstellung von Hygieneartikeln. Der Zuschlag ging an die ORS Service AG und die Convalere AG.
Im Rahmen der Ausschreibung des SEM vom 5. Mai 2026 betreffend das Mandat für Betreuungsdienstleistungen in den Bundesasylzentren (BAZ) wurden vier Lose an ORS Service AG und zwei an Convalere AG vergeben. ORS hat den Zuschlag für die Asylregionen Westschweiz, Bern, Ostschweiz sowie Tessin-Zentralschweiz erhalten. An Convalere ging das Mandat für die Asylregionen Nordwestschweiz und Zürich.
Diese beiden Unternehmen haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geboten und mit ihrem Leistungsangebot überzeugt. Das neue Mandat gilt für den Zeitraum vom 1. Januar 2027 bis zum 31. Dezember 2029 und kann zweimal um zwei Jahre verlängert werden.
Nicht Teil der Ausschreibung waren aufgrund einer bereits bestehenden Vereinbarung zwischen der Stadt Zürich und dem SEM zum Duttweiler-Areal die Betreuungsdienstleistungen in den BAZ Zürich (Duttweilerstrasse 11) und Landhus (Katzenbachstrasse 10, Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende). In diesen beiden Unterbringungsstrukturen nimmt weiterhin die Asylorganisation Zürich (AOZ) die Betreuung der Asylsuchenden wahr.
Neben einer umfassenden und professionellen Betreuung der Asylsuchenden beinhaltet das Mandat die Einführung neuer Funktionen: Einerseits soll eine «Regionalleitung» pro Asylregion die Führungsstruktur der mandatierten Betreuungsdienstleister stärken, andererseits sollen dank der Funktion «Kinderbetreuung» die Betreuung der Kinder und deren frühkindliche Sprachentwicklung gefördert werden. Zudem werden die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung des eingesetzten Personals erhöht.
Schweizweit führt das SEM in sechs Asylregionen – je nach Anzahl eingegangener Asylgesuche – zwischen 25 und 35 dauerhaft oder temporär betriebene BAZ. Mit der Betreuung der dort untergebrachten Asylsuchenden betraut das SEM spezialisierte Dienstleister.